Erzberg Dirtrun - ein Erfahrungsbericht

#Berichte: OCR for Fun

Rock@Man Erzberg Dirtrun am steirischen Erzberg - ein Bericht

5. August 2018 · Autor: OCR for Fun

Erzberg DirtRun - ein Bericht
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Heiß, heißer, am heißesten – das war der rock@man Erzberg Dirtrun 2018 - ein Bericht

Pläne sind da um über den Haufen geworfen zu werden. Warum? Ganz einfach. Weil es Spaß macht ;) . Eigentlich hatten Peter und ich uns für den rock@man 2018 vorgenommen nur die Kurzdistanz von 8+km mitzulaufen. Denn auch wenn die 16+ km im Vorjahr absolut jeden Meter wert gewesen waren, wurden wir danach von richtig fiesem Muskelkater vom weiteren Training abgehalten. Und das konnten und wollten wir uns 2018 eigentlich nicht leisten. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn kaum wurde bekannt gegeben, dass 2019 eine weitere Distanz mit 24+ km bis zum Erzberggipfel gehen würde, war die Entscheidung für uns klar. „Extrem-Distanz oder gar nichts“, war die Devise. Dafür eben gemütlich und quasi als chilliger Trainingslauf geplant, was auch voll für uns aufging aber mehr dazu später.

Bereits um 9:00 Uhr früh begrüßte uns der steirische Erzberg in seiner ganzen Pracht mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Was allerdings das Panorama atemberaubend machte, machte den Lauf dafür umso härter. Schließlich zeigte die Temperatur bereits zu unserem Start um 10:10 Uhr beinahe 30 schweißtreibende Grad Celsius an. Umso wichtiger uns strikt an den Plan zu halten es schön gemütlich anzugehen. Schließlich kannten wir die ungefähre Streckenführung aus dem Vorjahr und die Hitze bremste zusätzlich aus.

Trotz des gemächlichen Tempos zehrten die erste lange Robb-Etappe und die ersten steileren Passagen inkl. den zu überwindenden Erzwannen und Haulyreifen an unseren Kräften. Vom Erzsieb in einen Kieshaufen zu springen anstatt in kühles Nass war schon sehr hart. Gefolgt von der allseits gefürchteten E-Steimark Wasserleitung die selbst geübten Trailrunnern und Motorradfahrern des Erzberg Rodeos einiges abverlangt. Kaum hatten wir diese hinter uns gelassen, brauchte unser Kreislauf aufgrund der Hitze die erste Pause. Hier zweifelten wir zum ersten Mal ob wir diesmal wirklich bis zum Ende durchhalten konnten. Immerhin waren wir diese Hitze nach den langen Regenperioden auch einfach nicht mehr gewöhnt. Trotzdem rafften wir uns auf und nahmen die uns von netten Bundesheerbeamten überreichten Sandsäcke entgegen. Hui, da zahlte sich das viele Tragtraining für uns tatsächlich aus. Das Gewicht war kaum der Rede wert. Doch das Beste an der zur laufenden Runde mit den Säcken war, dass man immer wieder durch große Lacken gehen musste. Perfekt zur Abkühlung. Endlich war eine angenehmere Betriebstemperatur erreicht.

Erzberg DirtRun Umso besser war das nächste neue Hindernis – das Post Schwimmpaket – bei dem wir uns über einige Schwimmpodeste über den Schlammsee kämpfen mussten. Kämpfen ist das richtige Wort, denn der Schlamm hielt sich bombenfest an unseren Beinen fest und ließ jeden Schritt zum „Überlebenskampf“ für die eigenen Laufschuhe werden. Unsere Beine inkl. Laufschuhe waren danach mehr als gut mit Erzschlamm zementiert, wodurch wir mit einigen Kilos Übergepäck an den Beinen in die verhasste Gösserrunde – eine 1,2 Kilometer lange Runde mit einer vollen (für die Herren) und einer halbvollen (für die Damen) Gösserkiste – zurücklegen durften. Wie auch im letzten Jahr zeigte unsere Ehe hier wieder, dass sie auch in schlechten Zeiten Bestand hat, denn so viel wie wir in dieser einen Runde immer streiten, streiten wir sonst nie. Thema ist jedesmal die richtige Tragetechnik. Und natürlich habe ich als Dame immer Recht – was dem Herrn Peter natürlich nicht gefällt lol.

Erzberg DirtRun Danach ging es weiter zu einer neuen Hinderniskombination. Zuerst durch einen Tunnel aus aneinandergereihten Haulyreifen durch und dann über Haulyreifentürme drüber. Richtig geil diese monströsen Dinger aus nächster Nähe zu sehen. Davon können wir einfach nicht genug bekommen. Bloß nicht ins Loch fallen, dass könnte weh tun ;) .

Erzberg DirtRun Neu gebaut war auch ein Teil der Klettersteige die uns weiter in Richtung nächstem Schlammbad führten. Nach einigen Metern Aufstieg über stilecht orange Sandhügel erreichten wir den Hangover. Das Monkey Bar Hindernis am Erzberg. Eine relativ lange Hangeletappe an der ich im letzten Jahr gescheitert war. Dieses Jahr gab ich mir keine Blöße und erreichte das andere Ende sogar fast vor Peter, dessen Griffkraft noch etwas an der zuvor getragenen Gösserkiste zehrte. Kurz forderte ich bei ihm und den Zuschauern mein Lob ein – schließlich hatte ich das super gemacht ;) – bevor es weiter die Dirtslide etwas weniger rasant als im Vorjahr nach unten ging. Zu unserer Freude ohne Schaum. Sehr auch zur Freude unserer Kontaktlinsen.

Über die Badewanne gab ich nochmal alles um auch wirklich jeden Teil meiner sauberen Kleidung so richtig einzusauen. Hach … mein inneres Kind ist noch immer stolz auf mich :) . Ich wundere mich selbst immer wieder wie sehr ich mich über Dreck freuen kann.

Erzberg DirtRun Der Abfluss und den Wannenausstieg waren absolut kein Problem für uns. Da hatten wir uns im Vorjahr noch um einiges mehr gequält. Jetzt gings ans Reifenwerfen. Als wären sie mit Luft gefüllt, waren die Reifchen so schnell oben wie auch wieder unten und wir konnten uns auf die Suche nach dem Wassermann am Erzberg machen. Leider empfing uns ebendieser auch beim Durchschwimmen des sagenumwobenen Wassermannslochs nicht. Dem Geruch nach zu urteilen hielt er nicht besonders viel von uns, aber was soll man denn da machen? Als nächstes durften wir Obelix beim Hinkelsteinschleppen Konkurrenz machen. Formvollendeter hätte auch er diese unhandlichen Erzgesteinsbrocken auch nicht tragen können. Sagen wir halt so ;) .

Beim Seilzug stand es uns offen uns entweder wieder durch fiesen Schuhe fressenden Schlamm zu quälen oder uns über ein Seil à la Tyrolean Traverse hinüberzuhangeln. Natürlich gab ich alles für die Fotos und warf mich auf das Seil während die Herren neben mir ihre Schuhe enger schnallten und sich durch das sumpfige Terrain wagten. Dem Ganzen kam auch ich nicht aus, denn schon als nächstes empfing auch mich der sogenannte Schlapfenfriedhof. Gott sei Dank blieben mir meine Treter erhalten sodass ich mehr oder weniger elegant den Weg bis zum Flyover überwand. Peter ganz treuer Ehemann tat es mir mit derselben „Eleganz“ nach. Auf dem Dach der Monkeybars angekommen war es wieder soweit unseren Mut unter Beweis zu stellen. Entweder über die spärliche Konstruktion nach unten klettern oder die ca. drei Meter von der Kante in den Schlamm springen. Peter kletterte nach unten, ich sprang. Im Gegensatz zu ihm habe ich nämlich keine Höhenangst. Meine „Erz“feinde sind dafür eher Mauern, aber das ist eine andere Geschichte.

Erzberg DirtRun So geil der Sprung auch war, verabschiedeten sich damit auch meine Kontaktlinsen in ungeahnte Gefilde. Kurz sah ich sie noch als Schlammkreise oben im Augenwinkel bevor sie im Nirgendwo verschwanden. Peter konnte sie jedenfalls nicht mehr in meinen Augen finden. Gut dass ich nicht sooo schlecht sehe und es auch ohne geht ;). Peter hätte da nicht so viel Glück dieser blinde Hahn hehe. Über den Wannenrand gings weiter in die Klamm und von da weiter ein paar Kilometer gewinnend zur Railroad die Gleise entlang wieder hoch. Dieses Jahr walkten wir einfach gemütlich die Gleise aufwärts. Hatten wir doch im Vorjahr schon gelernt, dass wir beim Gehen gleich schnell waren wie joggend – der Rhythmus der Schwellenabstände passte einfach besser zu den größeren Walkingschritten. Kurz vor der nächsten Labstation und dem Hellsgate fielen wir wieder in den Laufschritt. Der mysteriöse Erzbergzug grüßte uns wie gewohnt im angenehm kühlen Stollen und brachte uns wieder auf Hochtouren, um unsere nächste Hürde den Eindicker zu überwinden. Hier mussten wir über eine Strickleiter in den Eindicker hineinklettern und mit Muskelkraft ca. drei Meter über die Eindickerwand wieder heraus. Mit vereinten Kräften war auch dies schnell geschafft. Für was so eine Räuberleiter eben alles gut ist. Die blaue Brücke war ebenso schnell hinter uns wie auch die Wemco Pyramide. Hier trennte sich wieder die Strecke und wir 24er durften uns auf unseren nächsten Streckenabschnitt zum Gipfel begeben. Hui also mit schwindelfrei hatten Sie es echt nicht übertrieben. Den Wemco-Klettersteig musste ich als kleines Mädchen von unter 1,60 umgehen. Ich erreichte den Griff trotz Schwung nicht richtig, und hatte Angst mich zu verletzen. Als nächstes bekamen wir schon einen Vorgeschmack auf die Stairway to heaven. Über einen Klettersteigeinstieg mit Klammern ging es auf die ersten Stufen zum „Spitz“. So quasi zum Aufwärmen der Waden und Oberschenkel. Zum Luftholen durften wir die Treppe durch den Wald verlassen und uns quer durch den Wald den Weg zur „Leiter“ bahnen. Eine ca. 20m hohe Leiter auf einen Betonschacht. Nur gesichert durch eine grobe Sicherheitseinhausung wie man es von Industriebauten kennt. Ich wagte mich hoch und wurde zwischendurch von einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Auch wenn ich am Ausstieg ein kleines mulmiges Gefühl im Magen hatte, war das doch die Überwindung wert. Peter musste sich den Weg außen herum bahnen, da er mit hohen Leitern seit der Kindheit schon keine Freundschaft mehr schließen wollte. Also weiter wieder auf die Betonleiter und die letzten großen fiesen Betonstufen zum Gipfel hoch. Zwischendurch dachte ich immer ich würde den Ausstieg sehen (klassische Fata Morgana?), aber die Himmelsleiter war ging endlos weiter. Bis zum Schluss doch 1.000 Stufen über die uns unsere Beine brav trugen. Oben am Erzbergspitz wurden wir mit kalten Getränken empfangen und mit einem unfassbar tollen Rundumblick belohnt. Also Getränk genommen und mal gemütlich die Aussicht genossen. Schließlich bekommt man so eine Gelegenheit nicht so häufig. Ein netter älterer Herr unterhielt sich hier noch kurz mit uns bis er von seinen Freunden gerufen wurde. „Komm, der Shuttlebus fährt gleich! Wir müssen runter!“ Da schaut er uns an und meint schmunzelnd: „Schau sich das einer an! Ich bin da zum Urlaub machen und hab mehr Stress wie ihr Läufer! Recht habts! Viel Spaß noch!“ Da blieb uns auch nur übrig herzlich mitzulachen. Er machte noch schnell ein Foto von uns bevor er sich verabschiedete.

Erzberg DirtRun Und auch wir mussten uns auf den Weg nach unten machen, schließlich wurde der Tag nicht länger. Also traten wir unseren Downhill, an der Hinterseite des Dirtrun-Geländes an und machten so laufend wieder einige Kilometer gut. Als wir schon dachten wir hätten uns verlaufen, erschien vor uns der Wismathstollen, der uns quer unter dem Erzberg durch wieder zur anderen Seite des Berges und damit auch zu den anderen Läufern führen sollte. Das Gefühl im bunten Licht mit den Kalkgebilden um uns herum zu laufen war einfach atemberaubend. Und so kamen wir viel zu schnell wieder an unserem Abzweigpunkt an der Wemcopyramide an. Von dort war es nicht mehr weit zum Shadow Forrest und den zu überwindenden Bretterhindernissen im Wald. Als nächstes erreichten wir endlich wieder den Bereich der Bohrerschmiede und kletterten über ein Cargonetz auf die berühmten Haulys und wieder herunter. Kompliment an das Organisatorenteam – das Cargonetz war viel besser für dieses Hindernis geeignet als die Boulderwand im Vorjahr! Als nächstes wurden die Veranstalter allerdings richtig gemein. Während im Vorjahr der Weg am Partyzelt vorbeiführte – was schon fies war – führte er dieses Jahr über Röhren direkt ins Zelt hinein, an den Tischen entlang und über weitere Röhren wieder hinaus. Ojjjjj für das Schnitzel und die Spagetti der nebensitzenden Leute hätten wir an dieser Stelle schon getötet. Dabei hatten wir noch einiges vor uns. Wir verloren im Anschluss den Kampf gegen das Kletterseil und mussten eine Strafrunde laufen. Danach war das Ziel eigentlich in Griffweite, aber während alle anderen danach gleich ins Ziel laufen durften, mussten wir 24er noch unsere letzte Zusatzrunde von 2,2 km bis in die Siedlung im Tal und wieder hochlaufen. Richtig zäh wenn du bei gefühlten 40 Grad an einem Haus mit Swimmingpool vorbeiläufst und die Kinder neben dir ins Wasser springen. „HEY wir wollen auch!“ Aber nix da.

Die letzten Meter schleppten wir uns noch ins Ziel. Natürlich schlendernd, immerhin war unser Fotograf nicht mehr so schnell ;) . Hier nahmen wir unsere wohlverdiente Medaille entgegen, die dieses Jahr auch wirklich einen Zusatz zur Distanz enthielt.

Erzberg DirtRun Der Blick auf die Platzierungsliste ist für uns zwar nicht wichtig, aber auch hier haben wir Rückrad gezeigt und stehen zu unserem Motto „OCR for Fun“ – denn wir haben den 214./215. Platz von 215 ins Ziel gekommenen Startern erreicht. Jeder der durchkommt ist ein Sieger und es geht um den Spaß an der Sache, den man auch bei einem anspruchsvollen Event wie dem rock@man nicht vergessen darf. Dementsprechend ist der Erzberg Dirtrun ein Lauf den man auch als persönliches Abenteuer gegen sich selbst laufen kann, anstatt gegen die Uhr. Genießt am Weg die Atmosphäre und die Aussicht und lasst euch am Ende von den Zuschauern feiern wie wir.

Danke an das Erberg Team für die Zurverfügungstellung der Karten. Wir gratulieren von ganzem Herzen zu einem mehr als gelungenen Event. Die veränderte Streckenführung und die Verbesserung und Ergänzung der Hindernisse hat das Erlebnis noch besser gemacht wie im letzten Jahr. Besonders gut fanden wir die Möglichkeit den Gipfel zu erklimmen und dabei noch mehr vom Erzberg zu spüren. Es war für uns wieder ein Abenteuer der Superklasse und einer der Höhepunkte unseres Dirtrun-Jahres. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr und auf die Überraschungen die ihr euch bis dahin wieder einfallen lasst.

Gratulation auch an unsere liebe Cori, unsere Mitläuferin vom X-Cross Run die beim rock@man 2018 ihren ersten Hindernislauf allein gelaufen ist. Du kannst sehr stolz auf dich sein was du schon alles dieses Jahr erreicht hast und wir freuen uns schon auf viele weitere Treffen mit dir! #OCRVERBINDET eben mal wieder :) .

Erzberg DirtRun Glück auf!

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28 Kilometer | mind. 1.000 Höhenmeter mittel | erzbergsport.at


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